War Geschichte
Die Verkettung der Ereignisse
Der geopolitische Kontext vor August 1914
Europa ist in zwei Hauptblöcke unterteilt:
Am 28. Juni 1914 ermordet ein proserbischer Anarchist im bosnischen Sarajevo den Thronerben des österreichischen Kaisers Franz-Josef, Erzherzog Franz-Ferdinand von Habsburg. Der Anschlag ist der Funke, durch den ganz Europa in Flammen aufgeht.
Die serbische Polizei hatte die österreichischen Kollegen darüber informiert, dass ein Attentat in Sarajevo möglich sei und dass man Franz-Ferdinand von der Reise abrate, doch dieser schlägt die Warnung in den Wind. Das Ereignis erregt in der öffentlichen Meinung Europas keine allzu große Aufmerksamkeit. Für den Generalstab in Wien, der nur auf einen Vorwand wartet um Belgrad angreifen zu können, kommt es jedoch wie gerufen.
Auf dem Balkan, einem von allen Großmächten begehrten, höchst instabilen Gebiet, sind die politischen Spannungen besonders groß. Im Jahr 1912 beginnt der erste Balkan-Krieg. Die Balkan-Liga besteht aus Serbien, Bulgarien, Montenegro und Griechenland. Russland möchte seine Präsenz auf dem Balkan verstärken und das Osmanische Reich in seine Schranken weisen, indem es ihm unter anderem den Bosporus und die Dardanellen als einzigen Zugang zum Mittelmeer streitig macht. Diese Pläne werden jedoch von Österreich-Ungarn durchkreuzt, das ebenfalls eine Kontrolle des Balkans anstrebt. Das pro-russische Serbien und das pro-österreichische Bulgarien strecken, gemeinsam mit Griechenland und Montenegro, ihre Finger nach den letzten osmanischen Territorien in Europa aus. Sie legen die eigenen Differenzen bei, um Krieg gegen Istanbul zu führen. Dieser dauert von Oktober 1912 bis April 1913. Nach dem gemeinsam errungenen Sieg brechen unter den Bündnispartnern Querelen um die eroberten Gebiete aus. Das allzu gierige Bulgarien wird im August 1913 von seinen einstigen Mitstreitern im Schulterschluss vernichtend geschlagen. Dass Serbien sein Gebiet nun um ein Drittel vergrößert hat, schürt den Zorn Wiens noch mehr an. Österreich droht, sich an dem Tänzchen zu beteiligen. Es bedarf Deutschlands ganzer Diplomatie, die österreichisch-ungarischen Gemüter zu kühlen und zu verhindern, dass der Balkan-Krieg, bei einer zu erwartenden Einmischung Russlands, den gesamten Kontinent erfasst. Mit einem Faustschlag auf den Tisch setzt Österreich-Ungarn die Bildung eines unabhängigen Albaniens durch, das Serbien den Zugang zum Meer verwehrt.
Zwischen Deutschland und Frankreich sieht die Lage nicht besser aus. Seit der Krise um das französische Protektorat in Marokko 1911 sind die europäischen Beziehungen angespannt. Die Franzosen sind überzeugt, dass Deutschland Krieg will. Die Deutschen wiederum halten Frankreich für rachsüchtig und vermuten, dass es schon mit dem Säbel rasselt.
Die Folgen dieser Situation, in der jeder seinem Nachbarn böse Absichten unterstellt, sind eine Atmosphäre des Hasses und vor allem der kollektiven Furcht. Die europäischen Nationen, die sich samt und sonders in der Defensive fühlen, investieren immer mehr in ihren Militärhaushalt.
Am 3. Mai 1915 verlässt – das zu Beginn des Konflikts neutrale – Italien offiziell den Dreibund, den es seit 1882 mit den beiden Mittelmächten bildete, um sich der Entente von 1910 mit Frankreich, England und Russland anzuschließen. Am 23. Mai 1915 erklärt Italien Österreich-Ungarn den Krieg.
Letzteres hat 1908 bereits Bosnien annektiert und lauert nun auf Serbien. Als slawisches Land steht Serbien jedoch unter dem Schutz des großen russischen Bruders, der wiederum ein Verbündeter Frankreichs ist. Im Getriebe greift ein Rad in das andere. Als es schließlich zur Explosion kommt, entbrennt ein furchtbarer Konflikt, der sich über vier Jahre hinzieht.
Das deutsche Kaiserreich hat mit Österreich-Ungarn und Italien einen Dreibund gebildet; England und Frankreich sind einander in der „Entente cordiale" verbunden; England bürgt für die Neutralität Belgiens. Ganz Europa bereitet sich auf den Krieg vor.
Am 28. Juli erklärt Österreich-Ungarn Serbien den Krieg.
Am 30. Juli kommt es zur Generalmobilmachung in Russland und Österreich-Ungarn. Zum Monatswechsel folgt eine Kriegserklärung der anderen.
Zeitungsberichten zufolge nehmen die internationalen Spannungen am 27. Juli gewaltig zu.
Am 28. Juli erklärt Österreich-Ungarn Serbien den Krieg. Die Zahnräder der Bündnisse beginnen sich zu drehen: Serbien wird von Russland unterstützt, dem Beschützerland der slawischen Völker, das eine militärische Allianz mit Frankreich eingegangen ist. Das deutsche Kaiserreich hat mit Österreich-Ungarn und Italien einen Dreibund gebildet; England und Frankreich sind einander in der „Entente cordiale" verbunden; England bürgt für die Neutralität Belgiens. Ganz Europa bereitet sich auf den Krieg vor.
Am 30. Juli kommt es zur Generalmobilmachung in Russland und Österreich-Ungarn. Zum Monatswechsel folgt eine Kriegserklärung der anderen.
Im Anschluss an die Kriegserklärung am 3. August unterscheiden wir während der ersten Wochen des Konflliktes im Sektor Spincourt mehrere Phasen.
Am 24. August geht das Umland von Spincourt regelrecht in Flammen auf. Die erste Attacke richtet sich gegen das Dorf Arrancy und Umgebung. Hier steht die 12. Infanterie-Division. Gegen 13 Uhr ist der französische Widerstand gebrochen; die 12. ID zieht sich nach Pillon zurück. An der Front von Nouillonpont-Spincourt wird gegen Mittag die 42. ID angegriffen. Sie erhält gegen 16 Uhr den Befehl, sich nach Nouillonpont zurückzuziehen. Desweiteren steht an der Achse Spincourt-Gouraincourt die 54. Reserve-Division, während sich die 67. RD an der Front Éton-Rouvres gegen die Invasoren auflehnt. Unter dem Druck und dem Feuer der schweren deutschen Artillerie weichen die französischen Divisionen zurück. Am 25. August befindet sich die ganze 3. französische Armee hinter dem Loison. Am 26. August zieht sich diese auf Befehl des Stabes in das Oberland des Départements Meuse zurück und überlässt den gesamten Kanton Spincourt für mehr als vier Jahre den Deutschen.

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